Hamburg, den 25. Dezember 2007 am HOCHFEST DER GEBURT DES HERRN
Liebe Freunde unseres Hamburger Konventes,
Zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel 2007/08 ergreifen wir gern die Gelegenheit um mit Ihnen auf das vergangene Jahr zurückzublicken.
Wir tun dies in Dankbarkeit für all das, was uns mit Gottes Hilfe möglich war
und danken vor allem unseren Angestellten und freiwilligen MitarbeiterInnen,
die uns unterstützen und viel Arbeit abnehmen,
wir danken unseren Wohltätern und allen, die mit uns im Gebet verbunden sind. |
Anfang Januar wählten wir einmütig für die nächsten drei Jahre P. Thomas zum Prior des Konventes. Nach neun Jahren als Prior ist P. Karl nun Supprior. P. Richard wurde betraut mit dem Dienst des Prokurators, d.h. der Wirtschaftsführung.
Ende Januar folgten wieder zahlreiche Schwestern und Brüder – im Rahmen der Sankt-Ansgar-Woche - unserer Einladung zum ökumenischen Kommunitäten-Treffen.
Bischof i. R. Prof. Dr. Ulrich Wilckens aus Lübeck sprach zu dem Thema: "Der Auftrag der geistlichen Gemeinschaften für unsere Kirche in der gegenwärtigen Welt". Der anschließenden Pontifikalvesper stand Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke vor.
Am 20. März verstarb unser Mitbruder P. Dominik Germeshausen OP nach langer schwerer Krankheit. Auch wenn P. Dominik zum chinesischen Vikariat unseres Ordens gehörte, so war er doch mit unserem Konvent eng verbunden, zumal er hier in Hamburg Sinologie studiert hatte.
Zu Pfingsten wurde unsere neue Homepage [dominikaner-hamburg.de] frei geschaltet. An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich Herrn Bernd Schnitter danken für diesen - wie wir finden - gelungenen und sehr ansprechend gemachten Auftritt. Die äußerst positive Resonanz spricht für sich.
Am 26. Mai feierten wir den 70. Geburtstag von P. Rudolf. Die Neue Kirchenzeitung berichtete am 27. Mai ausführlich über sein Leben unter dem Titel: [jpg] Jede Predigt ist ein Kunstwerk. Pater Rudolf Stertenbrink: Dom-Prediger, Buch-Autor, Zauberer und Missionar. - Das Manuskript seines thematisch gegliederten Predigtwerkes, das voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinen soll, geht der Vollendung entgegen. Zudem begleitete P. Rudolf mehrere Exerzitienkurse und die Pater Leppich-Gruppe action 365.
Ende Mai feierten wir den 65. Geburtstag von Bruder Hermann. Nach 34 Jahren im Dienst an den Kranken im Allgemeinen Krankenhaus St. Georg und 25 Jahren als Leiter der Neurologischen Station ging Bruder Hermann in den wohlverdienten Ruhestand. P. Thomas nahm mit P. Reginald an seiner Verabschiedung teil. Die rege Beteiligung an diesem Anlass, vom Chefarzt angefangen, zeigte die hohe Wertschätzung, die man seiner Person und seiner Arbeit entgegenbrachte.
Sein Team bedankte sich bei Bruder Hermann mit einem großartigen Geschenk: Eine Woche Rom, Flugreise, Hotel und Führungen inklusive. Im Oktober war es dann so weit: Bruder Hermann flog zum ersten Mal in seinem Leben und dann gleich nach Rom, wo er zuvor noch nicht gewesen war.
Hellauf begeistert kehrte er wieder nach Hamburg zurück mit vielen wunderbaren Eindrücken vor allem auch dank der ergreifenden Hl. Messe mit dem Papst. So gestärkt widmet sich Bruder Hermann nun vermehrt dem Kloster-Garten und backt und kocht vorzüglich für uns.
Am 14. Juni feierten wir den 70. Geburtstag von P. Karl. P. Karl ist weiterhin zuständig für die Gemeindereferentinnen in Hamburg und Schleswig-Holstein; zugleich ist er Vorsitzender des Hilfsvereines St. Ansgar. Die Arbeit im Projekt „Alimaus“ vollzieht sich für 400 bis 500 Bedürftige am Rande der Reeperbahn wie in den vergangenen Jahren unter der täglichen hoch-engagierten Arbeit von vier Thuiner Franziskanerinnen und der Mithilfe von über 200 Ehrenamtlichen.
Viele Menschen tragen das Projekt mit hoch-herzigen Spenden. Außerdem begleitete P. Karl viele Exerzitienkurse und setzte fort die Predigtreihe am Gedenktag des 20. Juli 1944 an der Gedenkstätte Plötzensee in Berlin.
Am Sonntag, dem 8. Juli beging mit einem feierlichen Gottesdienst Pater Alfred sein 40. Priesterjubiläum. P. Alfred ist zwar durch Krankheit geschwächt, ist aber für die Menschen, die ihm aus der langjährigen Arbeit in Walberberg oder der Beratung zugewachsen sind, vielfältig pastoral tätig u.a. bei den Schwestern von Mutter Teresa.
Anfang August wurden während der feierlichen Dominikus-Vesper sieben Personen aufgenommen in die Dominikanische Familie, deren geistlicher Begleiter P. Karl ist.
Am zweiten September-Wochenende fand bei uns das diesjährige OP-Messdiener-Treffen statt. P. Laurentius hatte eingeladen und etwa 70 MessdienerInnen der Dominikaner-Kirchen in Braunschweig, Berlin und Vechta waren gekommen. –
P. Laurentius wurde in den Diözesan-Pastoralrat gewählt und vertritt uns im Ordensrat des Erzbistums. Am 11.11. informierte er auf Bibel TV über den Hl. Martin. Zusammen mit P. Thomas arbeitet er in der Pfarrei Sankt Sophien mit 5.439 Mitgliedern sankt-sophien.de.
Zum zweiten Mal beteiligten wir uns mit Kirche und Kloster am „Tag des Offenen Denkmals“. Dieses Jahr wurden vorgestellt „Orte der Einkehr und des Gebets“. Geschätzt wurde von den Besuchern nach den Kloster-Führungen vor allem das Kloster-Kaffee.
Hier erfreuten sich die Besucher an Bruder Hermanns selbstgebackenen Kuchen und Torten. Aber auch seine Barmbeker-Kloster-Marmelade war so gefragt, dass von 150 Gläsern keines übrig blieb.
Ein Team des NDR begleitet diesen Tag bei uns. Am Abend wurde ihr Film im Hamburg-Journal gezeigt; darin u. a. drei Dominikaner, die das Hamburg-Wetter von morgen ansagten.
Mitte September öffneten wir – im Rahmen der Nacht der Kirchen - die Tore zur III. Mystischen Nacht mit Meister Eckhart in Sankt Sophien. Der Vortrag von Prof. Dr. Udo Kern aus Rostock zu dem Thema: Der Sohn ist das Bild. Zu Eckharts Bildverständnis, führte ein in diese liturgisch strukturierte Nacht zum Thema: „den Himmel erden“ und den spiegel-mystischen Interventionen nach Meister Eckhart.
Ende September kam Johannes Schäffler als Postulant zu uns, um im Rahmen unserer Ordensausbildung für drei Monate in unserem Konvent mitzuleben und mitzuarbeiten. Außerdem machte er ein Sozialpraktikum in der Alimaus. Er war und wird für uns ein Gewinn sein.
Am 3. Oktober setzte P. Lambert seinen vierzehntägigen Glaubenskurs fort mit dem neuen Buch von Papst Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth (2007). Darüber hinaus ist P. Lambert vor allem in der Predigtseelsorge tätig, leitet unser wöchentliches Predigt-Gespräch im Konvent und hält Kurse und Vorträge zu theologischen Themen; so z.B. regelmäßig bei den Schwestern von Mutter Teresa.
Mitte Oktober wechselte P. Reginald von Bad Wörishofen zurück in unseren Konvent und P. Siegbert übernahm seine Stelle. Nun ist P. Siegbert Seelsorger für die Dominikanerinnen und für die Kurgäste des nun vom Kolpingwerk geleiteten Kurheims der Schwestern, das immerhin das von Pfarrer Kneipp gegründete Haus ist.
P. Reginald übernimmt manche der Aufgaben von P. Siegbert und hilft wie die anderen Brüder seelsorglich aus bei den Schwestern von Mutter Teresa.
Ebenfalls im Oktober besuchte der Prior die Mitbrüder extra conventum: P. Rainald in Herten, P. Siegbert in Bad Wörishofen und P. Anselm bei den Dominikanerinnen in Cazis (Schweiz). P. Tiemo in Münster bereitet zwei theologische Buch-Publikationen vor und besuchte uns mehrmals. Weitere Aufgaben von ihm sind: Die Alten-Seelsorge und die Exerzitienbegleitung.
Im November wurde die neue Homepage dominikanischesforum.de frei geschaltet.
P. Richard informiert hier über die Aktivitäten des „Dominikanischen Forums für christlich-islamische Geschichte“. Neben Vortragstätigkeiten ist P. Richard als Kaplan tätig in den Pfarreien St. Paulus in Billstedt und St. Stephanus in Mümmelmannsberg. Außerdem ist P. Richard in der Schriftleitung unserer Ordenszeitschrift: Wort und Antwort.
Am 9.12. berichtete die „Welt am Sonntag“ (Hamburg-Teil) unter dem Titel „Mitten in Barmbek auf Mission“ ausführlich über uns und die Schwestern der Karmelzelle von der Menschwerdung.
Am 3. Advent wurde Prof. Dr. Ulrich Horst OP in unseren Konvent assigniert, damit erhöht sich die Zahl unserer Mitbrüder extra conventum auf fünf Brüder. P. Ulrich, der bis vor einigen Jahren das Grabmann-Institut der theologischen Fakultät der Uni München leitete, arbeitet an einer theologischen Buch-Publikation für das Jahr 2008. Seiner pastoralen Tätigkeit geht er im Saarland nach, wo er auch lebt.
Nach soviel Rückblick möchten wir mit einem Ausblick schließen:
Vom 13.-19. April 2008 wird das alle vier Jahre stattfindende Provinzkapitel der Dominikaner-Provinz-Teutonia in Hamburg tagen. P. Thomas und P. Laurentius werden von uns daran teilnehmen.
Das erste Provinzkapitel der Dominikaner im deutschen Norden fand für die Teutonia 1264 in Hamburg statt. 1304 wurde die Teutonia wegen einer übergroßen Zahl von Konventen geteilt, die Konvente des Nordens und Ostens bildeten fortan die Provinz Saxonia. Provinzkapitel der Saxonia in Hamburg fanden 1376, 1419 und 1480 statt.
Ihre Dominikaner in Hamburg wünschen Ihnen
eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit und ein glaubensstarkes Jahr 2008
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